Das Experiment gelingt. Die Zusammenführung von doch sehr unterschiedlichen Musikwelten funktioniert deshalb gut, weil die Musiker aufeinander hören, die Egos hintanstellen und Gemeinsames anstreben. Der Bogen spannt sich dabei vom sehr bekannten heimischen Volkslied ‚Fein Sein‘ (das muss man sich erst einmal trauen, diesen Hadern, den wirklich jeder kennt, zu bringen) über ‚Desert Sand‘ mit seiner, für unsere Ohren, fremden Formensprache – Komposition Gstättner! – und einem Ausflug des Abendlands (Fagott) in die Weiten des Nichts der Wüste; bis zum, jetzt ist man dort hinterm Atlas wirklich angekommen, einfühlsamen ‚Miskina‘, welches den Marokkaner Aziz Sahmaoui musikalisch in den Vordergrund stellt. Die muntere Heiterkeit von ‚Thistle‘ ist ein weiterer Beweis für die geglückte Vermählung von steirischer Musik und nordafrikanischem Liedgut, ‚Laburnum‘ ein Hinweis darauf, wohin möglicherweise der zukünftige gemeinsame Weg der drei Musiker führen könnte. (mitter)

aus FREISTIL (August 2010)

 
 

maria gstättner – fagott, gesang
stefan heckel – akkordeon, piano
aziz sahmaoui – percussion, gombri,
n'goni, gesang



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